Planungsgrundlagen

Die Flüchtlingswelle vom Herbst 2015 mit prognostizierten 50 zugewiesenen Personen pro Woche veranlassten Verwaltung und Stadtrat zu dem übereilten Beschluss. Wie aus dem Nichts wurde der Öffentlichkeit am 26. Januar 2016 eine Machbarkeitsstudie vorgestellt. Diese stellte in der Stadtratssitzung am 2. Februar 2016 eine wesentliche Grundlage für den Grundsatz- und Bedarfsbeschluss dar, der zur Errichtung von 3 Wohnblöcken neben dem Hofgut führen soll.

Bei dieser Entscheidung spielten städtebauliche Gesichtspunkte eine nur untergeordnete bis gar keine Rolle. Ausschlaggebend war die schnelle Umsetzbarkeit der Maßnahme, wie Verfügbarkeit der Fläche (städtisches Eigentum), rechtliche Bebaubarkeit (§34 BauGB) und vorhandene Erschließung (am Ortsrand von Mariahof mit schmaler Straße zum Brubacherhof).

Planungsinformationen

Im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus sollen insgesamt 30 -33 Wohnungen in verschiedenen Größen vorzugsweise für Flüchtlinge und Asylbegehrende in max. 3-geschossiger Bauweise errichtet werden.

Die Ausführung soll in Modulbauweise mit flexiblen Grundrissen erfolgen. Hierfür wird derzeit ein Generalunternehmen gesucht, dass von der Planung bis zur Schlüsselübergabe die Durchführung übernimmt, d.h. die Stadt selbst leistet keine Planungsarbeit, sie stellt nur bestimmte Vorgaben und Bedingungen.

Aufgrund der Größenordnung kann man davon ausgehen, dass es sich im Ergebnis um drei Wohnblöcke mit je drei Geschossen handeln wird. Die Gebäude werden zwischen 20-30m lang, ca. 10-12m breit und ca. 9m hoch, der Zugang zu den einzelnen Wohnungen erfolgt außen über sogenannte Laubengänge. Eine Unterkellerung ist nicht vorgesehen.

Die Lage der geplanten Häuser ist in direktem Anschluss an die Grundstücksgrenzen der Anlieger Wolkerstraße. Entlang des Hofguts Mariahof wird eine 30m breite Trasse freigehalten, da hier die künftige Erschließungsstraße zum Neubaugebiet „Brubacher Hof“ liegen muss.

 

Machbarkeitsstudie

Die Machbarkeitsstudie der Fa. werk.um, Darmstadt, wurde im Rahmen der Bürgerinformationsveranstaltung am 26.01.2016 in Mariahof präsentiert. Hier ist der Planungsstand dargestellt, der auch die Grundlage für die zur Zeit laufende Funktionalausschreibung bildet, mit der ein Generalunternehmer gefunden werden soll.

Die Belastung durch die für das im FNP 2030 geplante und von der Stadt favorisierte Neubaugebiet erforderliche Erschließung „Brubacherhof“ ist auf beiden Seiten sehr hoch. Erkennbar sind die geringen Abstandsflächen zum Hofgut, aber auch zu den geplanten Häusern. Ein solches Konzept entspricht nicht dem Ursprungsgedanken der „Gartenstadt“, die durch großzügige Durchgrünung und damit erforderlichen Frei- und Abstandsflächen gekennzeichnet ist.

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Variante 1:

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Variante 2:

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Querschnitte

oben: Ansicht von Süden (Rundweg)

unten: Schnitt aus Richtung Hofgut

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Planungsvorschlag Variante 3:
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Quelle: werk.um, Darmstadt/ Stadt Trier, Stadtplanungsamt

 

2. Visualisierung

Die folgenden Visualisierungen wurden im Rahmen der Ortsbeiratssitzung am 13. Juni 2016 erstmals durch den Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft Trier, Herrn Dr. Simons in der Öffentlichkeit vorgestellt.

Allerdings zeigen sie vordergründig nur das 2-geschossige Gebäude, wobei in der Machbarkeitsstudie mindestens zwei 3-geschössige Gebäude vorgesehen sind, um die gewünschte Anzahl an Wohnungen zu erhalten. 

Blick von Nordost, d.h. Randbebauung Wolkerstraße, im Hintergrund das Hofgut
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Blick von Südwest, d.h. Ecke Hofgut/Rundweg, im Hintergrund Bebauung Wolkerstraße 4

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Quelle: Stadt Trier, Amt für Gebäudewirtschaft

 

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