Auszug aus Stadtteilrahmenplan Trier-Mariahof, Seite 13/14

Punkt 3. Themenbereich Siedlungsraum und Infrastruktur

             3.2. Zielaussagen des Stadtteilrahmenplans  

Entwicklung eines Ausgangspunktes für ortsteilübergreifende Naherholung am Gutshof

Der Gutshof Mariahof und sein Umfeld sollen zu einem ortsteilübergreifenden Ausgangspunkt für Naherholung entwickelt werden.

Die beliebte Einkehr ins Café oder in den Gasthof nach einer Wanderung oder einem Spaziergang ist in Mariahof nur eingeschränkt möglich. Der Brubacher Hof genießt derzeit einen so großen Zuspruch, dass der unangemeldete Besucher dort oft keinen Platz mehr findet. Der Gutshof bzw. sein Umfeld könnte zukünftig darüber hinaus als Ausgangspunkt für die Naherholung im Mattheiser Wald und in den Talzügen dienen. Mit der zunehmenden Erschließung des Mattheiser Waldes für die Naherholung ist mit einem weiter ansteigenden Aufkommen an Ausflüglern zu rechnen. Für die ortsteilbezogene wie auch die ortsteilübergreifende Naherholung sollten daher am Gutshof Infrastruktureinrichtungen geschaffen werden. Hierzu gehören:

  • Die Wiederbelebung der Festwiese
  • Die Einrichtung von Stellplätzen
  • Die Gestaltung eines Ausgangs- und Zielpunktes für Wanderer mit Informationstafeln und Rastplatz
  • Schaffen von Spiel- und Sportmöglichkeiten
  • Herausstellen und bewahren des Kulturdenkmals und des Landschaftsbezuges als identitätsstiftendes Merkmal für Mariahof

Der Ortsbeirat hat hierzu bereits die Initiative ergriffen. Die Wiederbelebung der Festwiese, die Ordnung der Stellplätze sowie die Sicherung der Fußwege wurden bereits in Angriff genommen. Die so geschaffene Grünzäsur im Umfeld des Gutshofes schafft als „Sattelpark“ Abstand und lenkt den Blick auf das denkmalgeschützte Gebäude und in die offene Landschaft.

Die Gestaltung des Umfeldes ordnet sich dem besonderen Bauwerk unter. Eine Transparenz der Grünzäsur muss gewährleistet bleiben, um das Gebäude sowie den Blick in Richtung Mattheiser Wald sichtbar zu erhalten (siehe Kapitel 5). Dadurch wird der Gutshof als besonderes, für den Stadtteil namensgebendes, Bauwerk hervorgehoben.

Um die Attraktivität des Ausgangspunktes zur Naherholung zu erhöhen, wäre die ergänzende Gestaltung der Freiflächen mit einem Spielplatz als Anlauf- und Ausgangspunkt denkbar. Der Spielplatz wäre darüber hinaus eine Ergänzung zum Rundweg um Mariahof. Er könnte zudem, mit Bänken und Informationenstafeln versehen, auch als Rastplatz dienen. Weiterhin sollte die Möglichkeit einer Erweiterung des ausflugsbezogenen, gastronomischen Angebots gewahrt bleiben.

Die Maßnahmen stehen zudem in engem Zusammenhang mit dem Ziel der Gestaltung des Ortseingangs im Bereich des Gutshofes (verbesserte Fußwegeverbindungen, geänderte Verkehrsführung…s. Kap.5.2)

Städtebauliches Ziel stellt eine Kombination von gestalteten Stellplätzen und Spieleinrichtungen im „Sattelpark“ dar, die die Landschafts- und Sichtbezüge wahrt und den namensgebenden denkmalgeschützten Gutshof mit dem umgebenden Landschaftsbild als ein identitätsstiftendes Element des Ortsteils weiter in Wert setzt.

Quelle: Stadtteilrahmenplan Trier-Mariahof, Text und Titelbild
http://www.trier.de/Bauen-Wohnen/Sonderprojekte/Stadtteilrahmenplaene/binarywriterservlet?imgUid=4e040a3d-c2a3-6e31-e3e9-68e103d76171&uBasVariant=11111111-1111-1111-1111-111111111111